TREBEL.DE
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Kirche

Die Kirche zu Trebel

Die wuchtig-schöne Feldsteinkirche zu Trebel ist eine der ältesten Kirchen im Sprengel Lüneburg. Mitte des 12. Jahrhunderts wurde sie von den Diesdorfer Mönchen aus der Altmark erbaut. Die mächtigen Feldsteine der romanischen Wehrkirche wurden mühevoll aus den Elbtälern herangeschafft. Sie ist in ihrer ursprünglichen Form bis heute erhalten geblieben.

Die Reformation vollzog sich unter Herzog Ernst dem Bekenner um 1530. Seit dieser Zeit gehören zur evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde die 10 Ortschaften Trebel, Dünsche, Nemitz, Marleben, Klautze, Gedelitz, Tobringen, Vasenthien, Liepe, Pannecke und die Kapellengemeinde Gorleben. Das Kirchspiel Trebel gehört zum Kirchenkreis Dannenberg.

Einen Turm erhielt die Kirche erst im Jahre 1626. In diesem Fachwerkturm wurden die beiden Glocken aus dem Dachstuhl des Kirchenschiffes angebracht. Das heutige Pfarrhaus entstand 1698 und gehört somit zu den ältesten Gebäuden in Trebel. Der Neubau wurde notwendig, weil im gleichen Jahr das alte Pfarrhaus wegen "Verwahrlosung des Schornsteines" völlig abbrannte.

Trebeler Kirche

Trebeler Kirche der Eingang

Trebeler Kirche mit Feldsteinen

1721 wurde der Kirchenbau renoviert: 10.000 Bieberschwänze wurden auf 50 Pferdewagen aus Salzwedel herangeschafft. Zwei Fuder Kalk kamen aus Fallersleben, Steine aus Damnatz und auf dreißig Pferdewagen kamen ebenso viele schwere Eichenbalken aus Schnakenburg. Bis dorthin sind sie auf der Elbe aus Böhmen gebracht worden. Der Turm wurde im Jahre 1750 wegen Baufälligkeit abgerissen. Der heutige Turm an der Westseite der Kirche entstand 1753. Er wurde von den Zimmermeistern Joachim Schultz aus Gartow und Peter Witthöft aus Holtorf sowie dem Schieferdecker und Maurermeister Johann Balth. Thielo aus Schnakenburg erbaut.

1717 entstand der Altar. Er wurde vom Tischlermeister Gödecke aus Tobringen erstellt. Die schöne Frontbemalung aus echtem Dukatengold schuf der Maler Brand aus Lüneburg. Dass in Kirche und Pfarrhaus nicht immer nur Gottesfurcht und christliche Moral herrschte, wissen schon alte Chroniken zu berichten:

1777 erhielt die Kirche zu Trebel die weit über Deutschlands Grenzen hinaus berühmte Orgel des Orgelbaumeisters Johannes Stein. In den Jahren kurz vor dem ersten Weltkrieg sorgte die Gräflich Bernstorff'sche Stiftung für ein neues Glockengeläut und eine neue Turmuhr. Die neue 14 Zentner schwere Glocke wurde aber bereits 1917 wieder abgeholt und für Kriegszwecke eingeschmolzen. Erst zehn Jahre später erhielt die Kirche wieder eine neue Glocke.

Seit Ende der vierziger Jahre bis heute haben Gemeinde und Landeskirche sich viel Mühe mit Renovierung und Modernisierung von Kirche und Orgel gegeben. Die Orgel wurde inzwischen grundüberholt. Seit Mai 2001 erklingt sie wieder zu vielen Konzerten in der Kirche.

E. Walde/Quelle: W. Neugebauer

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