TREBEL.DE
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Jugend und Bildung

Die Geschichte der Schule in der Gemeinde Trebel

Das heutige Schulgebäude befindet sich am Anfang der Klein Trebeler Straße und wurde im Jahr 1936/37 errichtet. Damals gab es 74 Schüler und Schülerinnen, im Jahr 2001 waren es 44 Kinder. Das alte Schulgebäude musste wegen Holzbockbefalls und steigender Schülerzahlen ersetzt werden. Das Schulgebäude wurde damals mit zwei Klassenräumen, einem Lehrerzimmer, einer Schulküche im Keller und zwei Lehrerwohnungen erbaut. Bis heute wurde die Schule um drei Räume erweitert. Im Laufe der Zeit wurden die Grundschulen Vasenthien, Liepe und Dünsche geschlossen und die Kinder in Trebel eingeschult. Unterrichtet werden heute die Schuljahre 1-4 von 3 Lehrkräften.

Kinderspielkreis Liepe
29494 Liepe
Tel. 0 58 48 / 1240
29494 Trebel

Jugendtreff
Dorfgemeinschaftshaus
29494 Liepe
Tel. 0 58 48 / 241
29494 Trebel

Das erste feste Schulhaus in Trebel wurde 1673 an der Marlebener Straße errichtet. Es war ein Fachwerkhaus und befand sich dort, wo heute das alte Spritzenhaus steht. Als es 1776 durch ein Feuer zerstört wurde, erbaute man noch im gleichen Jahr ein neues Schul- und Küsterhaus gegenüber der Kirche, welches heute als Wohnhaus genutzt wird.

Schule in Trebel

Bevor die festen Schulhäuser errichtet wurden, zog der Küster reihum durch die Dörfer und erteilte die Katechismuslehre auf der "großen Diele" der Bauernhäuser. Gelehrt wurde in der Schule hauptsächlich der Katechismus und biblische Sprüche, sowie das Beten und etwas Lesen, Schreiben und Rechnen. Aus dem Gartower Ratsbuch geht hervor, dass das Schreiben nach 1772 nur den Kindern wohlhabender Eltern vorbehalten bleiben sollte, die dafür extra bezahlen mussten. Bezahlt wurde der Lehrer bzw. Küster ansonsten eher schlecht als recht von den Hofbesitzern.

Der Schulhof

Um 1673 bestand der Gesamtschulverband Trebel aus den Orten Groß Trebel, Klein Trebel, Klautze und Marleben mit zusammen 31 Hauswirten. Zur gleichen Zeit gab es den Schulverband Tobringen mit den Orten Tobringen, Vasenthien und Nemitz mit zusammen 38 Hauswirten. Als später in Vasenthien ein festes Schulhaus gebaut wurde, schlug sich Nemitz vermutlich wegen des kürzeren Schulwegs zu Trebel. Auch Dünsche hatte einen eigenen Schulverband mit Gedelitz, Liepe und Pannecke zusammen. Liepe und Pannecke trennten sich spätestens 1739 von diesem Schulverband ab, vielleicht auch früher.

Die Anzahl der Schulkinder schwankte gegen Ende des 19. Jahrhunderts zwischen 75 und 100, zusätzlich werden immer noch 6-8 Hütekinder erwähnt. Im Jahre 1931 hat die Schulstelle Trebel 59 Kinder. In den Kriegsjahren litten alle Schulen an Lehrermangel. In Trebel wurde nur noch an 3 Wochentagen unterrichtet. Die hiesigen Lehrer wurden eingezogen. Im Jahr 1943 steigt die Schülerzahl durch den Zuzug von Evakuierten, die hauptsächlich aus Hamburg stammen. Nach Kriegsende diente die Schule kurze Zeit als Lazarett. Sie wurde am 1. September 1945 wieder für den Lehrbetrieb geöffnet. Der Unterricht begann wieder mit 145 Schülern (63 Einheimische und 82 Flüchtlinge), die ohne Bücher, Hefte und Tinte auskommen mussten. Mit der beginnenden Abwanderung der Flüchtlinge schrumpft die Schülerzahl bis 1951 wieder auf 58 zusammen (750 Jahre Trebel, Tatjana Danneberg, S.41-47; überarbeitet von C.Wittlief).

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