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Hirsche und andere Wildtiere
Ein idealer Platz für viele Wildtiere ist die abwechslungsreiche Landschaft in der Gemeinde Trebel. Wiesen und Felder zum Futtern von Kräutern und anderen leckeren Nutzplanzen, Wald zum Verstecken und viel Platz zum ungestörten Dösen, bieten den Wildtieren einen optimalen Lebensraum. Hier stellen wir Ihnen einige Wildtiere vor, die ihnen beim Spazierengehen oder Radfahren begegnen können.
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RehwildRehwild ist die am häufigsten anzutreffende Wildart. Als Wald- und Feldbewohner findet es in unserer Region gute Lebensbedingungen. Bräunliches Haarkleid mit relativ schmalem, gedrungenen Rumpf und hohen, schlanken Beinen kennzeichnen es. Sehr selten gibt es auch schwarze Rehe. Das Gewicht beträgt 25 bis 30 kg. Paarungszeit ist im Juli/August. Nach 276-295 Tagen Tragzeit werden im Mai/Juni 1-2 Kitze geboren. Die Kitze werden zunächst nur für jeweils kurze Zeit von der Mutter besucht. Sonst liegen sie im hohen Gras und drücken sich bei Gefahr auf den Boden. Erst nach 3 Wochen lernt das Kitz die Mutter individuell kennen und folgt ihr. Bis Mitte September werden Kitze gesäugt. Das Gehörn entwickelt sich jedes Jahr neu und wird von Oktober bis Januar abgeworfen (Jagdlexikon, S. 558-562).
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DamwildDas Damwild ist aufgrund seiner weißen Tupfen auf dem braunen Haarkleid leicht zu erkennen. Es kann bis zu 150 kg schwer werden. Bemerkenswert sind seine Sprünge auf der Flucht, bei der es mit allen vier Läufen zugleich hochschnellt und wieder aufsetzt. Damwild ist sehr anpassungsfähig und bevorzugt Mischwald und ein mildes Klima. Es ist häufig tagaktiv und wie es in der Jägersprache heißt: "Es äugt, vernimmt und windet sehr gut". Die Brunftzeit ist etwa 4 Wochen später als beim Rotwild ab Mitte Oktober. Die Tragzeit beträgt 7 1/2 Monate, die Setzzeit fällt in den Juni. Es kommt häufiger als bei Rotwild zu Zwillingsgeburten. Der Geweihabwurf des schaufelförmigen Geweihs erfolgt von April bis Mai (Jagdlexikon, S. 143;Jägerprüfung, S. 121).
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RotwildDas Rotwild ist heute die größte freilebende Wildart in Deutschland. Die Geweihe der männlichen Tiere sind besonders umfangreich und dienen dem Imponiergehabe in der Brunftzeit. Das Rotwild lebt in Rudeln zusammen. Es bevorzugt geschlossene Waldgebiete, daher findet es in unserer Gemeinde mit dem angrenzenden Gartower Forst gute Lebensbedingungen. Gerne frisst es Gräser und Kräuter auf offenen Flächen oder die köstlichen Heidekartoffeln sowie Rüben und Mais von den Feldern. Das Gewicht bei den männlichen Tieren beträgt 180-250 kg, weibliche Tiere wiegen zwischen 120-155 kg. Die Brunftzeit ist 3-4 Wochen, etwa von Mitte September bis Mitte Oktober. Das Röhren der Hirsche ist sogar in einigen Orten unserer Gemeinde lautstark zu hören. Nach 8 1/2 Monaten Tragzeit kommen hauptsächlich im Juni die Kälber zur Welt. Im Rudel bestimmt der Rang der Mutter auch die soziale Stellung des Kalbes (Jägerprüfung, S. 104).
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SchwarzwildDas Schwarzwild ist durch die ständige Bejagung zum Nachttier geworden. Es ist ein Allesfresser und lebt gesellig in Familienverbänden (Rotten) zusammen. Während in den Wäldern seine Fähigkeit, mit seinem Rüssel die Erde umzupflügen, von Nutzen ist, da es den Boden lockert, sind die Landwirte von diesem Treiben nicht begeistert. Auch in der Gemeinde Trebel gibt es zahlreiche Wildschweine. Ihr Gewicht kann 150 kg erreichen. Die Rauschzeit der meisten Bachen erstreckt sich von November bis Januar. Hierbei spielt das Sozialverhalten eine wichtige Rolle. Die Bachen einer Rotte richten ihre Rauschzeit nach jener der Leitbache aus, so dass die Frischlinge alle zur gleichen Zeit geworfen werden. In ein "Nest" aus Pflanzenmaterial werden bis zu 12 sehende, behaarte Frischlinge geboren. Häufig liegt zu dieser Zeit zwischen Februar bis März Schnee und es ist kalt und ungemütlich. Die Kommunikation zwischen Bachen, Keilern und Frischlingen ist sehr vielfältig. Grunzen, Schreien, Quieken, ärgerliches oder warnendes Wuffen, unsicheres oder aggressives Schnauben und Blasen gehört zu ihrem Repertoire. Das Schwarzwild ist sehr wehrhaft, kann sehr schlecht gucken, dafür aber umso besser riechen und hören (Jagdlexikon, S. 616-618; Jägerprüfung, S. 151-154).
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HaseDer Feldhasenbestand ist in den letzten Jahren zurückgegangen. Die Lebensbedingungen haben sich durch die großräumige technisierte Landwirtschaft verschlechtert. Hier, wo es noch genügend Feldraine, Grabenböschungen, Wiesen und Heckenränder gibt, hat er noch einen Lebensraum. Den Tag verbringt er in seinem Lager und wird am Abend zur Nahrungssuche aktiv. Nur die Paarungszeit im Dezember bringt ihn auch tagsüber auf die Läufe. Er ist durch seine auffallend langen Ohren und die hoppelnde Fortbewegungsweise leicht zu erkennen. Vom Wildkaninchen unterscheidet er sich durch die viel längeren Hinterläufe und die auffallend schwarz-weiß gezeichneten Ohrspitzen. Die Häsin bringt 3-4mal im Jahr Junge auf die Welt, von denen bis zu 80% eingehen. Die Jungen werden nachts nur 1-2 mal für ganze kurze Zeit zum Säugen aufgesucht. Die übrige Zeit ducken sich die Kleinen reglos auf den Boden. Nach etwa 4 Wochen sind sie selbständig (Jagdlexikon, S. 159-163; Jägerprüfung, S. 219-221).
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IgelDer Igel kommt erst in der Dämmerung aus seinem Versteck. Dann verspeist er zahlreiche Insekten, Schnecken, Mäuse, Beeren und Früchte. Die Paarungszeit ist von Mai bis Juli. Zwischen Juni bis August bekommt die Igelin 3-6 Junge. Sein größter Feind ist der Straßenverkehr, dort wird ihm seine passive Verteidigungmethode durch Zusammenkugeln häufig zum Verhängnis. Von November bis März hält er in geschützten Reisig- oder Laubhaufen Winterschlaf. Um den stark zehrenden Winterschlaf überleben zu können, braucht er ein Mindestgewicht von ca. 800g. Ist der Igel im November noch viel zu leicht, so kann er in einem nicht all zu kalten Keller mit Wasser (keine Milch), Katzenfutter und Haferflocken aufgepeppelt werden. Vorher sollte er jedoch von einem Tierarzt gegen Parasiten behandelt werden (Jagdlexikon, S. 159-163; Jägerprüfung, S. 219-221).
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FledermausFledermäuse sind die am stärksten bedrohte Säugetierart in Deutschland. Von den in Europa verbreiteten 32 Fledermausarten kommen in Deutschland 21 und im Hannoverschen Wendland 11 Arten vor. Auch in der Gemeinde Trebel sind in der beginnenden Abenddämmerung viele verschiedene Flugtypen anzutreffen, denn der Kenner unterscheidet nach Flugstiel und Größe. In Trebel gesichtet wurde der Große Abendsegler: Erscheinen nicht selten vor Sonnenuntergang, Flugtyp wie Schwalbe, sehr schneller und rasanter Flug. Anzutreffen sind aber auch Bechsteinfledermäuse mit ihrem langsamen und schwerfälligen Flugstiel, sowie die gewand und schnell fliegende Zwergfledermaus (Wendland Lexikon, S.186-188).
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