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Abwasser-Verordnung

Neue Abwasserverordnung für Kleinkläranlagen

In den nächsten Jahren werden viele Grundstückseigentümer ihre Kleinkläranlage erneuern müssen. Die 5. Verordnung zur Änderung der Abwasserverordnung (AbwV) ist zum 01. August 2002 in Kraft getreten. Der Informations- und Diskussionsbedarf zu diesem Thema ist hoch. Das bewiesen die ca. 120 Teilnehmer der Informationsveranstaltung im Lieper Gemeinschaftshaus am 27. November 2003. Der Bürgermeister Wolfgang Wiegreffe hatte hierfür den Fachreferenten Herrn Jacobs für diese Veranstaltung gewinnen können.

Schilfbeet

Die neue Abwasserverordnung des Bundes schreibt die Nachrüstung aller Kleinkläranlagen mit einer biologischen Reinigungsstufe vor. Die höheren Anforderungen an das Abwasser an der Einleitungsstelle machen dies erforderlich. Die Reinigungsleistung der Anlage müssen zukünftig kontrollierbar sein. Die Anforderungen an die neue Verordnung können nur eingehalten werden, wenn eine Kleinkläranlage eingebaut und betrieben wird, die eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung besitzt. Eine regelmäßige Wartung der Anlage muß zukünftig ebenfalls nachgewiesen werden.

Durch die Änderung der Abwasserverordnung sind zukünftig Anlagen mit "Untergrundverrieselung" und "Sickerschacht" als alleinige biologische Reinigungsstufe nicht mehr zulässig.

Diese Anforderungen bedeuten für die ca. 400 Kleinkläranlagen-Betreiber in der Gemeinde Trebel, dass sie ihre bestehende Anlage umrüsten oder grunderneuern müssen. Nur 25 Anlagen entsprechen in der Gemeinde dem neuen Standard. Allein 180-200 Anlagen in der Gemeinde sind mit Untergrundverrieselung ausgestattet. Laut Jacobs ergibt sich ein Investitionsvolumen von ca. 2 Mio €, das in den nächsten Jahren in der Gemeinde Trebel von den Bürgern eingesetzt werden müsse.

Bestehende Anlagen (ohne Abwasserbelüftung) können aus Gründen des Bestandsschutzes bis zum Ende ihres Abschreibungszeitraums weitergenutzt werden. Nach Ablauf des Abschreibungszeitraums, mit längstens fünfzehn Jahren seit der Errichtung oder der letzmaligen wesentlichen Änderung, sind solche Anlagen nachzurüsten oder durch Neue zu ersetzen, die den neuen gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Für Anlagen, bei denen dieser Zeitpunkt bereits erreicht oder überschritten ist, kann für die Nachrüstung zur Vermeidung überraschender Anforderungen eine Frist von bis zu drei Jahren eingeräumt werden.

SchilfbeetgrubeJacobs erläuterte verschiedene Systeme, die den neuen Anforderungen entsprechen. Zum einen die so genannten "technischen Anlagen" (Festbettanlagen: SBR, Tropfkörperanlagen) und die "biologischen Anlagen" als naturnahe Alternative (Schilfbeet, vgl. Abb.). Die Kosten für die technischen Anlagen liegen abhängig vom Bauunternehmen, die diese Maßnahmen vornehmen müssen, zwischen 3.000-5.000 €. Die Pflanzenkläranlagen sind in der Regel günstiger. Durch Eigenleistung können die Kosten beim Schilfbeet gesenkt werden. Für den einzelnen Anlagenbetreiber können die Kosten durch den Bau einer Gemeinschaftsanlage erheblich gesenkt werden. Diese Gemeinschaftsanlagen sind nicht nur aus finanzieller Sicht vorteilhaft, auch aus technischer Sicht (gleichmäßigere Nutzung) sind sie im Vorteil. Im Landkreis sind bereits ca. 15 Gemeinschaftsanlagen errichtet worden. Die zuständigen Verwaltungsstellen würden die Errichtung von Gemeinschaftsanlagen aktiv durch Beratung und im Genehmigungsverfahren fördern, so Jacobs. Nähere Informationen erhalten Sie beim Landkreis in Lüchow.

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